Ein rauschendes 30. Weinfest ist zu Ende

Am Sonntag ist ein rauschendes 30. Weinfest zu Ende gegangen, das in diesem Jahr noch stärker besucht wurde, als die Jahre zuvor. Und so hatte es die Besucher in den ersten drei
Weinfesttagen auch in wahren Massen in die Darmstädter Innenstadt und in die Wilhelminenstraße getrieben, wo sie die Gelegenheit nutzten, die Weine der vielen prämierten Winzer aus insgesamt sieben deutschen Weinbaugebieten zu probieren, konsumieren, und/oder sich als zukünftigen Weinlieferanten vorzumerken. Dazu
diente auch unser erstmals publizierter Weinfestführer Quo Vadis?

Susanne Schneider vom Wein- und Sektgut Schneider von der Mosel

„Es war ein tolles Fest“, schwärmte auch Susanne Schneider vom Wein- und Sektgut Schneider, die in diesem Jahr zum ersten Mal beim Weinfest mit von der Partie gewesen sind. „Es war sehr anstrengend, wir hatten wahnsinnig viel zu tun, vor allem am Samstag bei Tommy & The Moondogs. Doch das war kein Problem, denn wirklich alle hier haben uns geholfen und auch die Unterstützung der Geschäfte in der Wilhelminenstraße war wirklich bemerkenswert.“ Deshalb auch nimmt man beim Wein- und Sektgut Schneider, dem ersten Vertreter des Weinbaugebiets Mosel, viele positive Eindrücke mit nach Hause und ist fest entschlossen, auch im nächsten Jahr beim 31. Weinfest Darmstadt wieder mit dabei zu sein.

Ähnlich sieht es auch Holger Götz vom Weingut Götz aus Rheinhessen, ebenfalls ein Novize auf dem diesjährigen Weinfest. „Das erste Jahr ist naturgemäß immer schwierig, erst einmal Fuß zu fassen, doch die Resonanz war sehr gut, die Stimmung toll und das Konzept des Weinfests hat vollständig überzeugt“, resümierte der Jungwinzer, der auch in der Generation Riesling organisiert ist.

So zufrieden ist auch Oliver Schröbel von Vinum Autmundis, der Odenwälder Winzergenossenschaft, wenngleich er auch einen Wunsch für das nächste Jahr hat. „Als Ergänzung wäre für die nächste Auflage des Weinfests ein verkaufsoffener Sonntag denkbar“, so Schröbel, der sich dadurch eine Aufwertung des sonst eher ruhigen Weinfest-Sonntags erhofft.

Und auch Uwe Claß vom Weingut Uwe Claß & Sohn, der als Sprecher der Weinfest-Winzer das diesjährige Weinfest miteröffnet hatte, zeigte sich überaus zufrieden. „Durch das Wetter war das Weinfest in diesem Jahr ja prächtig besucht, aber man spürt auch immer stärker den Trend zum Deutschen Wein, bei dem sich der Kunde ähnlich wie beim Bier auch auf ein festes Weingesetz verlassen kann“, freute sich Uwe Claß. „Der Deutsche Wein gewinnt immer mehr an Image und Publikum, aber wir haben ja auch immerhin rund 2000 Jahre Weinbautradition in Deutschland.“

Und so konnte auch das Unwetter am Abschlusstag das rundum positive Fazit aller Beteiligten sowie der Tausenden von Besuchern nicht trüben. Denn solange es nicht ins Glas regnet, ist alles in Ordnung, oder wie es Kurt Tucholsky formulierte: „Schade, daß man Wein nicht streicheln kann.“ Auf Wiedersehen in 2012 zum 31. Weinfest Darmstadt vom 6. – 9. September 2012!

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