Auch wenn es sich beim zu Sachsen-Anhalt, Thüringen und Brandenburg gehörigen Weinbaugebiet Saale-Unstrut mit gerade einmal 735 ha um eines der kleinsten Gebiete in Deutschland handelt, so ist dort immerhin eine der längsten Traditionen des Weinbaus zu finden. Denn bereits im Jahr 998 wird der Weinbau der Region erstmals urkundlich erwähnt, im Bereich der Mansfelder Seen bei Halle sogar schon im Jahre 973, und in Dorndorf an der Werra in Westthüringen ist der Weinbau erstmals 786 belegt. Karge Böden mit Muschelkalk und Buntsandstein sowie die aufgrund der Mittelgebirge Harz und Thüringer Wald unzuverlässigen Niederschläge und die nördliche Lage lassen vor allem frühreifende Sorten wie Müller-Thurgau, Weißburgunder und Silvaner gedeihen, die aber in guten Jahren zu preisgekrönten trockenen Weinen ausgebaut werden können.
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